Warmwasserbereiter und die Wintersaison
1. In der Wintersaison gestatten wir die Nutzung des Systems nur zusammen mit einer Absicherung in Form einer Steuerung und einer elektrischen Heizpatrone.
Unsere durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass selbst bei Frosttemperaturen von -20 °C das Wasser im Speicher nicht gefrieren sollte, wenn der Kollektor regelmäßig von Schnee befreit wird. An sonnigen Wintertagen kam es bereits vor, dass die Wassertemperatur 60 °C überschritt. Durch die hervorragende Isolierung des Speichers sinkt die Wassertemperatur nur sehr langsam. Leider gibt es im Winter Tage, an denen die Sonneneinstrahlung unzureichend sein kann. Ein kurzer Tag, eine mögliche Schneebedeckung der Solaranlage oder starke Reifbildung auf den Vakuumröhren schränken die gewonnene Wärmemenge ebenfalls ein. Wenn wir die Wassertemperatur nicht überwachen, kann es zu Gefrieren und Schäden kommen. Um dies zu verhindern, reicht es aus, einen elektronischen Temperatursensor im Speicher zu installieren. Bei einem gefährlichen Temperaturabfall schalten wir die elektrische Heizung ein. Der gesamte Steuerungs- und Schutzprozess des Systems kann durch den Anschluss einer entsprechenden Steuerung automatisiert werden.
2. Wir empfehlen, das System für die Wintersaison vollständig von Wasser zu entleeren.
a) Bei Warmwasserbereitern der PROECO-Serie Solaris-P, Hydra-P und HP (druckbehaftet):
- Die Anlage vollständig von Wasser entleeren – in diesem Fall müssen jedoch die Vakuumröhren mit den Heatpipes demontiert (oder mit einem dunklen, lichtundurchlässigen Material abgedeckt) werden. Wenn die Vakuumröhren einen leeren Speicher erwärmen, kann dies zur Beschädigung der Wärmedämmung (Schmelzen des Polyurethanschaums) und im schlimmsten Fall sogar zur Beschädigung des Speichers (Implosion) führen.
- Den Druck im Speicher abbauen und den Speicher bis auf unter die Hälfte (auf ca. 1/3 des Fassungsvermögens) entleeren. Im Gebäude schließen wir die Kugelhähne für Kalt- und Warmwasser und öffnen anschließend das Temperatur- und Drucksicherheitsventil am Speicher. Dennoch muss der Sonnenkollektor regelmäßig von Schnee befreit werden. Das Belassen der Vakuumröhren kann zu mechanischen Schäden durch Eis führen (Schnee, der sich zwischen den Vakuumröhren ansammelt). Auch die Anschlussrohre (Wasserzu- und -ablauf) können beschädigt werden.
b) Bei Warmwasserbereitern der PROECO-Serie Solaris-L, Hydra-L und YL (drucklos) sowie MK-Kollektoren (falls mit Wasser gefüllt):
- Die Anlage vollständig von Wasser entleeren. In diesem Fall müssen auch die Vakuumröhren demontiert werden. Wenn Wasser in den Vakuumröhren verbleibt, kann dies zu deren Beschädigung führen (und ist die Ursache für Kalkablagerungen in den Röhren). Das Belassen der Vakuumröhren kann zudem zu mechanischen Schäden durch Eis führen (Schnee, der sich zwischen den Vakuumröhren ansammelt).
c) Bei Warmwasserbereitern der PROECO-Serie Solaris-X und HX (Durchlauferhitzer mit Wärmetauscherspirale):
Wir empfehlen die vollständige Demontage (von Speicher und Vakuumröhren). Wenn der Speicher jedoch im Winter im Freien bleiben muss, sollten Sie beispielsweise:
- Die Anschlussstutzen an der Wärmetauscherspirale abschrauben und den Speicher anschließend so neigen, dass die Stutzen nach unten zeigen. Warten, bis das gesamte Wasser aus der Spirale abgelaufen ist.
- Die gesamte Spirale mit Druckluft (z. B. mit einem Kompressor) ausblasen.
Verbleibendes Wasser in der Kupferspirale kann zu deren Beschädigung führen.
Das Belassen der Vakuumröhren kann zudem zu mechanischen Schäden durch Eis führen (Schnee, der sich zwischen den Vakuumröhren ansammelt).
3. Entleeren Sie den Speicher nicht von Wasser, wenn der Frostschutz in Form einer Steuerung und einer elektrischen Heizpatrone montiert und eingeschaltet ist. Dies kann zum Durchbrennen der Heizpatrone oder sogar zu einem Brand führen. Wenn der Speicher auch nur teilweise entleert wurde, liegt die im Speicher befindliche elektrische Heizung frei. Die Stromversorgung der elektrischen Heizpatrone muss unbedingt dauerhaft getrennt werden.
4. In der Wintersaison müssen auch die Wasserzuleitungen zum Gerät vor dem Einfrieren geschützt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn Rohre aus hartem und sprödem Material (Kupfer, Gusseisen, Stahl) verwendet werden. Wir empfehlen zu diesem Zweck den Einsatz von elektrischen Begleitheizbändern. Rohre aus Kunststoff (z. B. PEX-Rohre) vertragen das Einfrieren von Wasser in ihnen deutlich besser.
5. Alle Ventile, insbesondere Sicherheitsventile, sollten sich im Inneren beheizter Gebäude befinden. Die einzige Ausnahme bildet das Temperatur- und Drucksicherheitsventil, das oben am Speicher der PROECO Solaris-P und HP Serie montiert ist.
Schäden, die darauf zurückzuführen sind, dass der Benutzer unsere Empfehlungen (die auch in den Montage- und Betriebsanleitungen der Geräte enthalten sind) nicht befolgt hat, können zur Ablehnung des Garantieanspruchs führen.